Essen

Essen gilt als heimliche Hauptstadt des Ruhrgebiets und liegt im Grenzbereich von Rheinland und Westfalen. Bergbau und Schwerindustrie sind aus dem Ortsbild der Universitätsstadt längst verschwunden, in der Wirtsc

haft dominieren heute Dienstleistungsgewerbe und Verwaltungswesen sowie Bildung und Forschung. Durch den Ausbau der Industriekultur und den Umbau ehemaliger Zechengelände zu Stätten der Kultur und der Freizeit hat Essen seinem Erscheinungsbild eine weitere Facette hinzugefügt.

Die Keimzelle der Stadt liegt rund um die romanische Münsterkirche mit katholischem Bischofssitz in der Innenstadt. Bereits im 9. Jahrhundert bauten hier hochadelige Fürstäbtissinnen ihr Damenstift zu einer bedeutenden Herrschaft aus. Als Stadt blieb Essen über Jahrhunderte klein und unbedeutend, bis mit dem Steinkohlenbergbau seit dem späten 19. Jahrhundert Aufschwung und zunehmende Industrialisierung in die 

Essen

Stadt kamen. Eng verknüpft bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein war die rasant gewachsene Industriemetropole mit dem Namen der Unternehmerfamilie Krupp, die zu Pionieren der Schwerindustrie wurden. Heute ist der ehemalige Familiensitz, die imposante Villa Hügel hoch über dem Baldeneysee, ein Museum und beliebt als Ausflugsziel in der Freizeit. Der Stadtsüden ist aus Sicht der Wirtschaft wohlhabender als der durch ehemalige Arbeitersiedlungen und Industrie geprägte Norden.

 

Stadtteile im Süden wie Stadtwald und Heisingen, Werden oder Kettwig gelten als gehobene Wohnviertel mit viel Grün rund um die Ruhr und den Baldeneysee. Mit dem Aaltotheater als Opernhaus am Stadtgarten und dem Grillotheater in der City ist die Kultur in Essen gut aufgestellt. Zeche Zollverein im nördlichen Stadtteil Katernberg bietet als Location für zahlreiche kulturelle Events den Gegenpol in einer durch Kontraste reizvollen Stadt.